Alexander Blessin wird neuer Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach

Geprüft von Paul Neumann
Zusammenfassung

Blessin übernimmt Gladbach am 22. September 2026 nach 0 Punkten aus 4 Spielen. Vertrag bis 2028, erster Test beim Derby in Köln am 11. Oktober.

7 Min. Lesezeit

Borussia Mönchengladbach hat Alexander Blessin am 22. September 2026 als neuen Cheftrainer verpflichtet und ihn am Mittwoch, den 23. September 2026, um 13:30 Uhr offiziell vorgestellt. Der 53-Jährige erhält einen Vertrag bis Juni 2028 und soll den Tabellenletzten der Bundesliga nach einem sieglosen Start in die Saison 2026/27 wieder stabilisieren, wie der Verein und kicker.de berichten.

Direkte Antwort: Wer ist der neue Trainer und warum wurde er verpflichtet?

Alexander Blessin ist seit dem 22. September 2026 neuer Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach und wurde einen Tag später, am 23. September 2026, offiziell präsentiert. Der Verein reagierte damit auf den historisch schwachen Saisonstart: vier Niederlagen aus vier Bundesliga-Spielen, null Punkte und 16 Gegentore. Blessin folgt auf Eugen Polanski, der nach der 0:5-Niederlage bei Sport-Club Freiburg am dritten Spieltag entlassen worden war. Sein neuer Vertrag läuft bis Juni 2028.

Der Weg zur Entscheidung: Vom Freiburg-Debakel zur Verpflichtung

Der Bruch bei Borussia Mönchengladbach hatte sich bereits nach dem dritten Spieltag der Saison 2026/27 angedeutet. Nach der 0:5-Auswärtsniederlage bei Sport-Club Freiburg trennte sich der Verein von Cheftrainer Eugen Polanski. Interimsweise übernahm Jan-Moritz Lichte die Mannschaft, konnte die Negativserie jedoch nicht stoppen. Mit vier Niederlagen aus vier Ligaspielen, null Punkten und 16 Gegentoren stand Gladbach vor der Verpflichtung Blessins als Schlusslicht der Bundesliga da, wie mehrere Berichte übereinstimmend festhalten.

Bereits vor der offiziellen Bekanntgabe hatten Berichte über fortgeschrittene Verhandlungen zwischen Blessin und der Vereinsführung die Runde gemacht. Sky Deutschland berichtete, dass sich Borussia in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem 53-Jährigen befinde, kurz bevor der Wechsel am 22. September 2026 offiziell bestätigt wurde.

Wer ist Alexander Blessin? Stationen und Trainerprofil

Alexander Blessin ist 53 Jahre alt und gilt im deutschen Fußball als Trainer mit internationaler Erfahrung, der zuletzt im Ausland tätig war, bevor er nun seinen ersten Bundesliga-Cheftrainerposten bei Borussia Mönchengladbach antritt. Seine Verpflichtung wird von Vereinsseite als langfristig angelegter Neuaufbau kommuniziert, gestützt durch die Vertragslaufzeit bis 2028 statt einer kurzfristigen Feuerwehr-Lösung für die laufende Saison.

Nach seiner offiziellen Vorstellung am 23. September 2026 äußerte sich Blessin unmissverständlich zur Ausgangslage seiner neuen Mannschaft. Laut kicker.de erklärte der neue Cheftrainer: „Die Probleme können wir nicht wegdiskutieren.“ Die Aussage unterstreicht, dass Blessin die sportliche Krise nicht kleinredet, sondern die vier Auftaktniederlagen und die instabile Defensive als reale strukturelle Baustelle benennt, an der die Mannschaft arbeiten muss.

Bundesliga-Cheftrainer beobachtet konzentriert das Training seiner Mannschaft

„Kein Fahrstuhl, sondern eine Treppe“ — Blessins Philosophie für den Wiederaufbau

Für den Umbau der Mannschaft wählte Blessin nach eigenen Angaben bewusst ein Bild der Geduld statt des schnellen Erfolgs. Wie kicker.de in seinem Bericht über die ersten Schritte des neuen Trainers in Gladbach festhält, beschrieb Blessin den bevorstehenden Prozess sinngemäß als Weg über „keinen Fahrstuhl, sondern eine Treppe“ — ein Hinweis darauf, dass er den sportlichen Turnaround als schrittweisen Prozess versteht und keine sofortige Wunderlösung verspricht, obwohl der Verein aktuell mit null Punkten am Tabellenende steht.

Diese Herangehensweise dürfte auch mit Blick auf die verbleibende Kaderstruktur und die laufende Saison von Bedeutung sein. Die Bundesliga-Konkurrenz aus Dortmund ist mit drei Siegen aus den ersten Spielen deutlich souveräner in die Saison 2026/27 gestartet, was den Rückstand Gladbachs auf das Tabellenmittelfeld zusätzlich verdeutlicht.

Die Ausgangslage in Zahlen: Gladbachs katastrophaler Saisonstart

Die sportlichen Kennzahlen vor Blessins Amtsantritt verdeutlichen den Ernst der Lage. Borussia Mönchengladbach ging mit vier Niederlagen aus vier Bundesliga-Partien in die Länderspielpause, kassierte dabei 16 Gegentore und belegte mit null Punkten den letzten Tabellenplatz. Die höchste Einzelniederlage war das 0:5 bei Sport-Club Freiburg am dritten Spieltag, das letztlich zur Trennung von Eugen Polanski führte.

EreignisDatumDetail
Offizielle Vorstellung Blessins23. September 202613:30 Uhr, neuer Cheftrainer
Verpflichtung Blessins bestätigt22. September 2026Vertrag bis Juni 2028
Entlassung Eugen Polanskinach Spieltag 3Nach 0:5 bei SC Freiburg
Interimslösungzwischen Spieltag 3 und Blessin-StartJan-Moritz Lichte übernahm die Mannschaft
Bilanz vor Blessins AmtsantrittSpieltage 1-40 Punkte, 4 Niederlagen, 16 Gegentore, Platz 18

Quelle: eigene Zusammenstellung nach Angaben von kicker.de und weiteren Medienberichten zum Trainerwechsel bei Borussia Mönchengladbach, Stand 23. September 2026.

Der Fahrplan: Länderspielpause als Vorbereitungsfenster, Derby als erster Test

Blessin übernimmt die Mannschaft inmitten einer Länderspielpause — ein Umstand, der laut kicker.de für Gladbach „Fluch und Segen zugleich“ ist. Einerseits fehlt dem neuen Trainer die unmittelbare Gelegenheit, seine Ideen sofort in einem Pflichtspiel zu testen. Andererseits verschafft ihm die Pause wertvolle Trainingszeit, um erste taktische und personelle Anpassungen einzuleiten, bevor der Ernstfall beginnt.

Als ersten echten Prüfstein nach der Pause nannte Blessin selbst das Auswärtsspiel bei 1. FC Köln am 11. Oktober 2026 — das Rheinische Derby. Nach Angaben von kicker.de bezeichnete Blessin die Partie als möglichen „Funken“, der die Wende für seine Mannschaft einleiten könnte. Sein Debüt als Gladbach-Cheftrainer fällt damit direkt mit einem der emotionalsten Spiele der Bundesliga-Saison zusammen, wie auch kicker.de in seiner Vorschau auf den Trainerwechsel festhielt.

Einordnung: Warum der Verein auf Kontinuität statt Kurzfrist-Lösung setzt

Die Entscheidung, Blessin direkt mit einem Vertrag bis 2028 auszustatten, unterscheidet sich von einer reinen Feuerwehr-Verpflichtung zur akuten Abstiegsbekämpfung. Der Vertrag über knapp zwei Spielzeiten signalisiert, dass die Vereinsführung den Trainerwechsel als strukturelle Neuausrichtung versteht und nicht lediglich als kurzfristige Reaktion auf vier verlorene Spiele. Gleichzeitig bleibt der unmittelbare sportliche Druck hoch: Mit null Punkten aus vier Spielen bleibt wenig Zeit für einen behutsamen Aufbauprozess, wie ihn Blessin mit seinem Treppen-Bild selbst skizziert hat.

Der Blick auf die gesamte Bundesliga-Saison 2026/27 zeigt zudem, wie unterschiedlich die Vereine in die neue Spielzeit gestartet sind. Während Gladbach den Cheftrainer mitten in der Saison austauschen musste, konnte sich der FC Bayern unter Vincent Kompany bislang auf eine stabilere Ausgangslage stützen. Solche Vergleiche verdeutlichen den Abstand, den Blessin mit seiner neuen Mannschaft aufholen muss.

Was noch unklar ist: Kader, Taktik und Stab

Zum jetzigen Zeitpunkt, dem 23. September 2026, liegen noch keine bestätigten Details zu einem neuen Trainerstab, konkreten taktischen Umstellungen oder möglichen Kaderveränderungen unter Blessin vor. Auch mögliche Personalentscheidungen für das anstehende Wintertransferfenster wurden von Vereinsseite bislang nicht kommuniziert. Diese Punkte bleiben Gegenstand der weiteren Berichterstattung in den kommenden Wochen, insbesondere im Vorfeld des Derbys bei 1. FC Köln.

Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Alexander Blessin (53) ist seit 22. September 2026 neuer Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach, Vertrag bis Juni 2028.
  • Offizielle Vorstellung: 23. September 2026, 13:30 Uhr.
  • Vorgänger Eugen Polanski wurde nach dem 0:5 bei SC Freiburg am 3. Spieltag entlassen; Jan-Moritz Lichte leitete interimsweise.
  • Bilanz vor Blessins Amtsantritt: 0 Punkte, 4 Niederlagen, 16 Gegentore, Tabellenplatz 18.
  • Blessin: „Die Probleme können wir nicht wegdiskutieren.“
  • Erstes Spiel nach der Länderspielpause: Auswärts beim Rheinischen Derby bei 1. FC Köln am 11. Oktober 2026.

Ausblick: Was als Nächstes ansteht

Für Alexander Blessin und Borussia Mönchengladbach beginnt die eigentliche Arbeit erst nach der Länderspielpause. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie schnell der neue Cheftrainer erste Impulse in der Mannschaft setzen kann, bevor am 11. Oktober 2026 mit dem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln der erste echte Charaktertest ansteht. Angesichts von null Punkten und 16 Gegentoren aus den ersten vier Spieltagen steht Blessin unter dem Druck, seine „Treppen“-Philosophie schnell in konkrete Ergebnisse zu übersetzen — auch wenn er selbst vor überzogenen Erwartungen an eine sofortige Trendwende warnt.

Sources

Photo: Io, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

📷 Bildnachweise — Hero: Io · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Teile deine Begeisterung
Lukas Brandt, LifeBogger author

Lukas Brandt

Hallo! Ich bin Lukas Brandt und schreibe für die deutschsprachigen Leser von LifeBogger über die Kindheit und die Lebensgeschichten von Fußballern. Ich recherchiere Herkunft, Familie und die frühen Jahre der Spieler — jene Geschichten, die lange vor den großen Bühnen beginnen. Am meisten interessiert mich, was einen Jungen vom Bolzplatz bis ins Nationaltrikot trägt.

Artikel: 121

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert