Werder Bremen löst Vertrag mit Stürmer Dawid Kownacki auf

Geprüft von Paul Neumann
Zusammenfassung

Werder Bremen und Dawid Kownacki trennen sich am 30. September 2026 einvernehmlich. Clemens Fritz erklärt die Entscheidung nach drei torlosen Jahren.

6 Min. Lesezeit

Der SV Werder Bremen und Stürmer Dawid Kownacki haben ihre Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung beendet. Das teilte der Fußball-Bundesligist am Mittwoch, den 30. September 2026, offiziell mit. Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz erklärte den Schritt und beendete damit ein Kapitel, das für den polnischen Nationalspieler an der Weser sportlich nie richtig in Gang gekommen war.

Direkte Antwort: Werder Bremen und Dawid Kownacki haben den eigentlich bis 2027 laufenden Vertrag des 29-jährigen Stürmers am 30. September 2026 einvernehmlich und mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Der Pole bestritt in drei Jahren an der Weser lediglich 22 Pflichtspiele ohne ein einziges Tor und war zwischenzeitlich zweimal verliehen; er ist nun vereinslos und kann sich ablösefrei einem neuen Klub anschließen.

Offizielle Mitteilung: Auflösung „beste Lösung für beide Seiten“

Werder Bremen bestätigte die Trennung am Mittwochmittag über seine offiziellen Kanäle. Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz wurde in der Klubmitteilung mit den Worten zitiert: „Wir haben in den vergangenen Wochen gemeinsam mit Dawid über seine sportliche Situation und seine Perspektive bei Werder gesprochen. Dabei sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass die Auflösung des Vertrages für beide Seiten die beste Lösung ist.“

Die Formulierung deutet auf einen längeren, einvernehmlichen Prozess hin, der laut übereinstimmenden Berichten mehrerer deutscher Medien bereits seit Wochen lief. Werder hatte Kownacki demnach schon länger keine Rolle mehr in der sportlichen Planung zugedacht. Der NDR-Regionalsender buten un binnen brachte es in seiner Berichterstattung vom 30. September auf den Punkt und bezeichnete Kownacki als „0-Tore-Stürmer“, dessen Kapitel bei Werder nach drei torlosen Jahren nun „endgültig geschlossen“ sei.

Wer ist Dawid Kownacki – und wie kam es zum Bremen-Engagement?

Der 29 Jahre alte Angreifer wechselte im Sommer 2023 von Fortuna Düsseldorf zu Werder Bremen. Die Verpflichtung galt seinerzeit als Versuch, dem Bundesliga-Rückkehrer zusätzliche Qualität und Erfahrung im Angriff zu verschaffen. Kownacki war zuvor bereits für Lech Posen, Sampdoria Genua und auf Leihbasis für Fortuna Düsseldorf aktiv und galt lange als eines der größten polnischen Sturmtalente seiner Generation.

In Bremen erfüllten sich die Erwartungen jedoch nicht. In drei Jahren beim Bundesligisten kam er lediglich auf 22 Pflichtspieleinsätze – ohne dabei ein einziges Tor zu erzielen, wie unter anderem Transfermarkt berichtete. Zwischenzeitlich wurde er zweimal verliehen, um im Wettbewerb um Einsatzzeiten Spielpraxis zu sammeln – auch das brachte nicht den erhofften Durchbruch an der Weser.

Der eigentlich noch bis 2027 datierte Vertrag wurde nun vorzeitig beendet. Zur finanziellen Seite der Auflösung machte der Klub keine offiziellen Angaben; Transfermarkt berichtete lediglich, Werder spare durch den Schritt „eine beträchtliche Summe“ an Gehaltskosten ein – eine mediale Einschätzung, die vom Verein nicht offiziell bestätigt wurde.

Zeitleiste: Die wichtigsten Stationen

  • 30. September 2026: Werder Bremen gibt die einvernehmliche Vertragsauflösung mit sofortiger Wirkung offiziell bekannt.
  • Sommer 2023: Kownacki wechselt von Fortuna Düsseldorf zu Werder Bremen.
  • 2023–2026: Insgesamt 22 Pflichtspiele für Werder, keine Tore, zwei zwischenzeitliche Leihen.
  • Ursprüngliches Vertragsende: Der aufgelöste Vertrag wäre regulär 2027 ausgelaufen.

Wie geht es für Kownacki weiter?

Mit der Vertragsauflösung ist Dawid Kownacki ab sofort vereinslos und kann sich ablösefrei einem neuen Klub anschließen. Polnische Medien wie weszlo.com berichteten am selben Tag, der Nationalspieler müsse sich nun auf die Suche nach einem neuen Verein begeben. Ein neuer Arbeitgeber wurde im Zuge der Trennungsmitteilung nicht genannt. Als polnischer Nationalspieler dürfte Kownacki trotz der torlosen Bremen-Jahre bei Klubs aus der polnischen Ekstraklasa oder in anderen europäischen Ligen mit geringerem Bundesliga-Anspruchsniveau auf Interesse stoßen.

Werders Sturm-Planung: Eine Baustelle unter mehreren

Die Trennung von Kownacki reiht sich in eine Phase ein, in der sich beim SV Werder Bremen mehrere personelle Fragen gleichzeitig stellen. Sportlich kämpft der Klub in der laufenden Saison 2026/27 um Stabilität, während im Umfeld der Mannschaft zuletzt auch abseits des Platzes Bewegung herrschte, etwa in der sportlichen Leitungsebene. Für die Offensivabteilung bedeutet der Abgang zunächst eine Verschlankung des Kaders, ohne dass unmittelbar ein Ersatz nachverpflichtet wurde.

Auch im breiteren Bundesliga-Kontext bleibt der Konkurrenzkampf um Sturmplätze intensiv: Während sich etablierte Angreifer wie Harry Kane an der Spitze der Torschützenlisten festsetzen, kämpfen Klubs wie Werder darum, mit begrenzten Mitteln eine schlagkräftige Offensive zusammenzustellen. Ähnliche Umbrüche sind auch bei anderen deutschen Vereinen zu beobachten – etwa bei Borussia Dortmund, das zuletzt seine Führungsebene langfristig band, während Werder auf der Spielerseite Kader-Korrekturen vornimmt.

Einordnung: Gescheiterte Verpflichtungen im Bundesliga-Alltag

Der Fall Kownacki reiht sich in eine Serie von Bundesliga-Transfers ein, die trotz vielversprechender Ausgangslage nicht den erhofften sportlichen Mehrwert brachten. Drei Jahre, 22 Einsätze, null Tore – diese Bilanz macht deutlich, warum sich beide Seiten offenbar schon seit längerem auf eine Trennung zubewegt hatten, wie es in der Klubmitteilung von Clemens Fritz anklang. Vorzeitige Vertragsauflösungen dieser Art sind im deutschen Profifußball selten, kommen aber vor, wenn ein Spieler faktisch keine Zukunft mehr im Kader hat und ein Verkauf mangels Nachfrage nicht realisierbar erscheint.

Für Werder Bremen ist der Schritt in erster Linie eine Kaderbereinigung. Der Verein hatte in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass er bei Bedarf auch unpopuläre, aber konsequente Entscheidungen trifft, um sportliche Strukturen zu klären – ein Muster, das sich auch in weiteren aktuellen internen Entwicklungen des Klubs abzeichnet.

Was als Nächstes zu beobachten ist

  • Ob Dawid Kownacki zeitnah einen neuen Verein findet und in welcher Liga er seine Karriere fortsetzt.
  • Ob Werder Bremen den freigewordenen Kaderplatz und die eingesparten Gehaltsmittel in der laufenden Transferperiode für eine Nachverpflichtung im Angriff nutzt.
  • Wie sich die Bremer Offensive ohne Kownacki in den kommenden Bundesliga-Wochen der Saison 2026/27 schlägt.
  • Ob weitere Randspieler im Bremer Kader von ähnlichen Lösungen betroffen sein könnten, sollte sich das Muster fortsetzen.

Werder Bremen hat mit der Auflösung des Kownacki-Vertrags eine klare organisatorische Entscheidung getroffen, deren sportliche Konsequenzen sich erst in den kommenden Wochen zeigen werden. Für den Klub geht es nun darum, die Offensivplanung neu auszurichten, während Kownacki auf der Suche nach einem Neustart in seiner Karriere ist.

Fußballspieler im Trainingsoutfit auf einem Bundesliga-Trainingsplatz

Die Entwicklung reiht sich ein in eine ohnehin bewegte Phase für mehrere Bundesliga-Klubs zu Saisonbeginn 2026/27, in der Vereine ihre Kader nachjustieren und personelle Altlasten bereinigen, um sich für die entscheidende Phase der Hinrunde neu aufzustellen.

Sources

Photo: Roger Gor, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

📷 Bildnachweise — Hero: Roger Gor · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons
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Lukas Brandt, LifeBogger author

Lukas Brandt

Hallo! Ich bin Lukas Brandt und schreibe für die deutschsprachigen Leser von LifeBogger über die Kindheit und die Lebensgeschichten von Fußballern. Ich recherchiere Herkunft, Familie und die frühen Jahre der Spieler — jene Geschichten, die lange vor den großen Bühnen beginnen. Am meisten interessiert mich, was einen Jungen vom Bolzplatz bis ins Nationaltrikot trägt.

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