Kompany erklärt Olises Rolle als Zehner: „Dort, wo er am gefährlichsten ist“

Geprüft von Paul Neumann
Zusammenfassung

Bayern-Trainer Kompany erklärt Michael Olises Rolle als Zehner und Flügelspieler. Sechs Tore, zwei Vorlagen: Zahlen und Hintergründe zum Saisonstart 2026/27.

8 Min. Lesezeit

Bayern-Trainer Vincent Kompany hat öffentlich erklärt, warum er Michael Olise in dieser Saison nicht mehr fest auf einer Flügelposition einsetzt, sondern den Franzosen zunehmend auch als Zehner aufbieten lässt. Olise solle dort spielen, „wo er am gefährlichsten sein kann“, sagte Kompany laut Berichten mehrerer internationaler Medien. Die Aussage fällt in eine Phase, in der der 24-Jährige mit sechs Toren und zwei Vorlagen aus den ersten fünf Pflichtspielen der Saison 2026/27 zu den produktivsten Offensivkräften des FC Bayern zählt.

Kompany bezeichnete Olise zudem als „the whole package“ – das komplette Paket – und lobte damit nicht nur dessen fußballerische Qualität, sondern auch seine Persönlichkeit. Der Bayern-Coach betonte, Olise spiele bereits seit „fast zweieinhalb Jahren“ auf diesem Niveau, was den Flügelspieler aus Sicht des Trainerstabs zu einem der verlässlichsten Bausteine im Offensivspiel des deutschen Rekordmeisters macht.

Direkte Antwort: Was Kompany über Olises Rolle sagte

Kompany hat Michael Olise als taktisch vielseitigen Spieler beschrieben, der je nach Spielsituation sowohl auf dem Flügel als auch zentral als Zehner agieren kann. Der Trainer begründete diese Flexibilität damit, dass Olise dort eingesetzt werden solle, wo er den größten Schaden beim Gegner anrichten kann – auch wenn das defensiv mehr Absicherungsarbeit von der Mannschaft verlangt, weil hinter ihm in der Zehnerposition keine Außenverteidiger mehr zur Verfügung stehen.

Diese Aussage ordnet die aktuelle Debatte um Olises Position bei Bayern München ein: Der Flügelspieler ist längst nicht mehr nur auf eine feste Rolle festgelegt, sondern ein taktisches Werkzeug, das Kompany situativ einsetzt.

Sechs Tore, zwei Vorlagen: Olises Zahlen zum Saisonstart

Die Statistiken untermauern, warum Kompany dem Franzosen so viel Vertrauen entgegenbringt. In den ersten fünf Pflichtspielen der Saison 2026/27 – Bundesliga und Champions League zusammengenommen – kommt Olise auf sechs Tore und zwei Vorlagen. Nach Angaben von Goal.com stehen für ihn in diesem Zeitraum 394 gespielte Minuten, sechs Treffer, zwei Assists und 13 Schüsse aufs Tor zu Buche, darunter vier Tore von außerhalb des Strafraums. Der Sportsender Fox Sports berichtete zudem von 17 kreierten Torchancen und 24 Torschüssen in Olises ersten fünf Pflichtspielen der Saison.

Herausragend war vor allem der 7:0-Kantersieg gegen Union Berlin, bei dem Olise einen Hattrick erzielte und zusätzlich eine Vorlage beisteuerte. In dieser Partie kam er auf sechs Torschüsse und zwei kreierte Chancen. Der FC Bayern erklärte auf seiner offiziellen Website den Torreichtum mit intensiver Trainingsarbeit: Olises Treffer gegen Union Berlin seien das Ergebnis „viel Arbeit an diesen Abschlüssen im Training“. Der Verein betonte zudem, dass „auch Topspieler mehr als nur Talent“ brauchten – ein Verweis auf Olises Arbeitsethos abseits des Rampenlichts.

Kennzahl (Saison 2026/27)WertQuelle
Spiele5 (Bundesliga + Champions League)Goal.com
Tore6Goal.com
Vorlagen2Goal.com
Gespielte Minuten394Goal.com
Schüsse aufs Tor13Goal.com
Tore von außerhalb des Strafraums4Goal.com
Kreierte Chancen (erste 5 Spiele)17Fox Sports
Torschüsse gesamt (erste 5 Spiele)24Fox Sports
Tore gegen Union Berlin3Vereinsangaben

„The whole package“: Kompanys Lob für Charakter und Leistung

Über die reinen Zahlen hinaus hob Kompany besonders Olises Persönlichkeit hervor. „The whole package“ – das komplette Paket – sei der Flügelspieler, sagte der Bayern-Trainer laut übereinstimmenden Berichten, sowohl mit Blick auf die fußballerische Qualität als auch auf die Art, wie Olise sich als Mensch im Umfeld der Mannschaft verhalte. Kompany verwies zudem darauf, dass Olise bereits „fast zweieinhalb Jahre“ konstant auf hohem Niveau performe – eine Einordnung, die den Flügelspieler nicht mehr als aufstrebendes Talent, sondern als etablierten Leistungsträger beschreibt.

Diese öffentliche Anerkennung passt zu Berichten, wonach Olise innerhalb der Mannschaft zunehmend Führungsverantwortung übernimmt. Nach Angaben von Yahoo Sports gehörte Olise zu den Spielern, die Kompany nach einem jüngsten Pflichtspiel bat, vor der Mannschaft zu sprechen – ein Indiz für seinen wachsenden Stellenwert in der Kabine des deutschen Rekordmeisters.

Rotation statt Formkrise: Warum Olise zuletzt pausierte

Trotz seiner starken Zahlen war Olise nicht in jeder Partie von Beginn an gesetzt. Nach Informationen von Get German Football News rotierte Kompany Olise gemeinsam mit Harry Kane, weil beide Spieler nach der Weltmeisterschaft und den Sommerferien später als der Rest der Mannschaft ins Training zurückgekehrt waren. Der Bericht stellt klar, dass es sich dabei um Belastungssteuerung und nicht um eine Formkrise handelte – ein wichtiger Unterschied, den Kompany laut dem Bericht auch intern so kommuniziert habe.

Diese Einordnung ist relevant für die deutsche Bundesliga-Berichterstattung, da Rotationsentscheidungen bei Bayern München regelmäßig für Diskussionen sorgen. Anders als bei manch anderem Spieler wird Olises gelegentliche Pause damit nicht als Abstiegssignal, sondern als geplantes Management einer englischen Saisonvorbereitung mit verkürzter Erholungszeit gewertet.

Taktischer Kontext: Bayerns Start in die Saison 2026/27

Olises Leistungssteigerung fällt in eine Phase, in der die gesamte Bundesliga von den Umbrüchen im Trainerkarussell geprägt ist. Während Bayern unter Kompany mit einem eingespielten Konzept in die Saison gestartet ist, mussten mehrere Konkurrenten zuletzt ihre Trainer wechseln – etwa Borussia Mönchengladbach, das mit Alexander Blessin einen neuen Cheftrainer installierte. Blessin gab sein Debüt direkt im Derby und sprach bei seinem Amtsantritt offen über die Ausgangslage: „Die Probleme können wir nicht wegdiskutieren“, sagte der neue Gladbach-Coach laut kicker.de. In einem weiteren Gespräch beschrieb Blessin den Wiederaufbau als Prozess ohne Abkürzung: „Kein Fahrstuhl, sondern eine Treppe.“

Der Vergleich zeigt den Unterschied in der Ausgangslage: Während Vereine wie Gladbach personelle Umbrüche verdauen müssen, profitiert der FC Bayern von der Kontinuität unter Kompany und einem Olise, der laut eigener Aussage des Trainers längst zu den tragenden Säulen der Offensive zählt. Auch der FC Bayern beobachtet unterdessen den Transfermarkt weiter, um seinen Angriff langfristig abzusichern, sollte sich die Situation um Harry Kane perspektivisch ändern.

Defensive Kehrseite: Der Preis der Zehner-Freiheit

Kompany machte in seiner Erklärung auch deutlich, dass Olises Einsatz als Zehner nicht ohne taktische Konsequenzen bleibt. Ohne Außenverteidiger hinter sich verändere sich die gesamte Verteidigungsstruktur der Mannschaft, so der Bayern-Trainer. Mit Ball genieße Olise dafür „viel Freiheit“, um seine individuelle Qualität auszuspielen. Diese Abwägung zwischen offensivem Mehrwert und defensivem Risiko dürfte in den kommenden Wochen ein zentrales taktisches Thema bei Bayern bleiben, insbesondere in Spielen gegen Mannschaften, die gezielt die Zone hinter einem zentral postierten Olise attackieren.

Für die Bundesliga-Konkurrenz bedeutet das: Gegner müssen sich nicht nur auf einen torgefährlichen Flügelspieler einstellen, sondern auf einen Offensivakteur, dessen genaue Position von Spiel zu Spiel variieren kann.

Einordnung: Vom Flügelspieler zum kompletten Offensivspieler

Die Häufung an positiven Wortmeldungen von Vereinsseite – vom Trainer bis zur offiziellen Klub-Website – zeigt, dass Olise bei Bayern München nicht mehr nur als talentierter Flügelspieler wahrgenommen wird, sondern als vielseitiger Problemlöser im letzten Drittel. Die Kombination aus Toren, Vorlagen, taktischer Flexibilität und wachsender Führungsrolle in der Kabine macht ihn nach aktuellem Stand zu einem der wichtigsten Bausteine im Kader von Vincent Kompany für die laufende Saison.

Ähnlich wie zuletzt bei anderen deutschen Bundesliga-Profis, die sich zuletzt für höhere Aufgaben empfohlen haben, zeigt Olises Entwicklung, wie eng individuelle Form und taktische Rollenfindung bei Spitzenvereinen mittlerweile zusammenhängen.

Was als Nächstes ansteht

Wie genau Kompany die Rolle von Olise in den kommenden Bundesliga- und Champions-League-Spielen ausgestaltet, bleibt vorerst offen. Fest steht nach den aktuellen Aussagen des Trainers, dass die Position des Franzosen situativ bleiben und sich nach dem Spielverlauf sowie dem Gegner richten wird. Beobachter erwarten, dass Bayern die Flexibilität zwischen Flügel und Zehnerposition gezielt einsetzt, um gegen tief stehende Defensivverbünde zusätzliche Torgefahr zu erzeugen.

  • Olise steht nach fünf Pflichtspielen bei sechs Toren und zwei Vorlagen in der Saison 2026/27.
  • Kompany bezeichnete ihn als „the whole package“ und lobte explizit auch seinen Charakter.
  • Der Bayern-Trainer begründete den Einsatz als Zehner damit, Olise dort spielen zu lassen, „wo er am gefährlichsten sein kann“.
  • Die defensive Kehrseite: Ohne Außenverteidiger hinter sich verändert sich die gesamte Abwehrstruktur der Mannschaft.
  • Eine zeitweise Pause von Olise war laut Get German Football News Rotation wegen später WM- und Urlaubsrückkehr, keine Formkrise.

Für den deutschen Fußball bleibt die Entwicklung von Bedeutung, weil Bayern München mit einer stabilen Offensive um Olise, Kane und weitere Angreifer weiterhin als Taktgeber der Bundesliga gilt – während andere Traditionsvereine wie Borussia Mönchengladbach erst noch ihre neue sportliche Ausrichtung unter frischer Trainerführung finden müssen.

Sources

Photo: Bryan Berlin, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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Lukas Brandt, LifeBogger author

Lukas Brandt

Hallo! Ich bin Lukas Brandt und schreibe für die deutschsprachigen Leser von LifeBogger über die Kindheit und die Lebensgeschichten von Fußballern. Ich recherchiere Herkunft, Familie und die frühen Jahre der Spieler — jene Geschichten, die lange vor den großen Bühnen beginnen. Am meisten interessiert mich, was einen Jungen vom Bolzplatz bis ins Nationaltrikot trägt.

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