Bayern siegt knapp 2:1 bei Elversberg, Kompany kritisiert erste Halbzeit

Geprüft von Paul Neumann
Zusammenfassung

FC Bayern gewinnt 2:1 bei Elversberg: Kane trifft, Kompany kritisiert erste Halbzeit, Wagner verweigert Glückwünsche trotz starker SVE-Leistung.

6 Min. Lesezeit

Der FC Bayern München hat sein Bundesliga-Auswärtsspiel bei der SV Elversberg am Sonntag, den 13. September 2026, mit 2:1 (1:0) gewonnen und damit den perfekten Saisonstart fortgesetzt. Trainer Vincent Kompany zeigte sich nach der Partie in der URSAPHARM-Arena an der Kaiserlinde in Spiesen-Elversberg dennoch unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft vor der Pause: „Heute war unser Tempo nicht gut. Wir waren nicht da in den Zweikämpfen wie normal“, sagte Kompany am DAZN-Mikrofon.

Lennart Karl brachte die Gäste in der 26. Minute nach Vorlage von Ismael Saibari in Führung. Aufsteiger Elversberg glich durch Maurice Krattenmacher in der 61. Minute nach Zuspiel von Noah Darvich aus, ehe Harry Kane in der 72. Minute nach Vorarbeit von Aleksandar Pavlović den 2:1-Endstand herstellte. Für Kane war es der erste Bundesliga-Treffer der laufenden Saison und laut Berichterstattung sein insgesamt 150. Tor im Bayern-Trikot.

Die wichtigsten Fakten im Überblick

Der FC Bayern München setzte sich am 3. Spieltag der Bundesliga-Saison 2026/27 bei der SV Elversberg mit 2:1 durch, blieb damit ungeschlagen an der Tabellenspitze und lieferte sich gegen den Aufsteiger phasenweise ein deutlich engeres Spiel als erwartet. Bayern-Trainer Vincent Kompany äußerte nach dem Abpfiff offene Kritik an der ersten Halbzeit seines Teams, während Elversberg-Trainer Vincent Wagner trotz einer couragierten Leistung seiner Mannschaft jegliche Glückwünsche ablehnte, weil sein Team am Ende verloren hatte.

EreignisMinuteSpielerVorlage
Führung Bayern26.Lennart KarlIsmael Saibari
Ausgleich Elversberg61.Maurice KrattenmacherNoah Darvich
Siegtreffer Bayern72.Harry KaneAleksandar Pavlović

Kompany: Kritik an der ersten Halbzeit

Besonders die Auftaktphase seiner Mannschaft missfiel dem belgischen Bayern-Trainer. „Heute war unser Tempo nicht gut. Wir waren nicht da in den Zweikämpfen wie normal“, monierte Kompany laut einem Bericht von kicker.de am DAZN-Mikrofon. Er ergänzte: „Wir waren einfach nicht da. Sie haben sehr mutig gespielt und es sehr gut gemacht, aber wir waren nicht so präzise am Ball, wie wir es gerne wären.“

Trotz der Kritik an der eigenen Mannschaft fand Kompany nach dem Spiel auch lobende Worte für den Gastgeber und die Atmosphäre in Spiesen-Elversberg. Laut einem Bericht des Saarländischen Rundfunks zeigte sich der Bayern-Coach beeindruckt von der Gastfreundschaft des Bundesliga-Neulings. Bayern hatte zur Pause zwar mit 1:0 geführt, ließ die Kontrolle über weite Strecken der ersten 45 Minuten jedoch vermissen, ehe die Führung durch Karls Treffer in der 26. Minute überhaupt zustande kam.

Wagner verweigert Glückwünsche trotz starker Leistung

Auf der Gegenseite zeigte sich SVE-Trainer Vincent Wagner nach dem Spiel wenig versöhnlich mit sich selbst und seiner Mannschaft – trotz eines couragierten Auftritts gegen den Rekordmeister. „Nah, um Gottes Willen: Wir haben verloren. Da gibt’s nichts zu beglückwünschen“, sagte Wagner bei DAZN, wie der Saarländische Rundfunk berichtete. Die SV Elversberg hatte sich laut SR-Berichterstattung „teuer verkauft“, gegen die individuelle Qualität der Bayern-Stars habe es am Ende aber nicht gereicht. Der Saarländische Rundfunk wertete die Niederlage als die erste Bundesliga-Pleite in der Vereinsgeschichte des Aufsteigers.

Bemerkenswert war die Ausgangslage vor dem Spiel: Wagner hatte erst kurz zuvor eine drohende Sperre für das Topspiel abgewendet. Wie bereits berichtet, hatte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes seine Gelb-Rote Karte vom Spiel bei Borussia Mönchengladbach nach mündlicher Verhandlung aufgehoben, sodass der 40-Jährige beim bis dahin größten Spiel seiner Trainerkarriere doch an der Seitenlinie stehen durfte.

Bundesliga-Spielszene im vollen Stadion unter Flutlicht

Kanes Meilenstein und Bayerns makelloser Saisonstart

Der Siegtreffer von Harry Kane in der 72. Minute hatte für den englischen Angreifer besondere Bedeutung: Es war sein erstes Bundesliga-Tor der Saison 2026/27 und laut Berichten von ESPN und weiteren Medien sein insgesamt 150. Pflichtspieltor für den FC Bayern München. Kane, der die Partie mit der Kapitänsbinde bestritt, da Stammkapitän Manuel Neuer zunächst geschont wurde, bereitete zudem den Ausgleichstreffer von Maurice Krattenmacher indirekt mit vor, ehe er selbst zum entscheidenden Stoß ansetzte.

Auch Joshua Kimmich stand im Fokus der Partie: Der Mittelfeldspieler, der in der 65. Minute für Tom Bischof eingewechselt wurde, absolvierte laut Medienberichten sein 500. Pflichtspiel für den FC Bayern München. Kompany wechselte zur gleichen Zeit mit Alphonso Davies (für Brown), Luis Díaz (für Saibari) und Jamal Musiala (für Karl) gleich vier weitere Stammspieler ein, um die Partie in der Schlussphase zu kontrollieren. Der FC Bayern blieb durch den Sieg auch nach dem dritten Spieltag ungeschlagen und behauptete die Tabellenführung der Bundesliga.

Wagner amüsiert sich später über Bayerns Wechsel-Power

Einen Tag nach der Partie, am 14. September 2026, sorgte eine weitere Aussage Wagners für Aufmerksamkeit. In einem von SPORT1 veröffentlichten Videobeitrag äußerte sich der Elversberg-Coach amüsiert über die personellen Möglichkeiten des Rekordmeisters. Als die Partie in der zweiten Halbzeit auf der Kippe stand, brachte Kompany binnen weniger Minuten ein vierköpfiges Starensemble im geschätzten Marktwert von rund 250 Millionen Euro von der Bank – eine Wechsel-Power, mit der ein Bundesliga-Aufsteiger schlicht nicht mithalten kann. Laut SPORT1 kommentierte Wagner dies mit den Worten: „Ich habe mich ein bisschen kaputtgelacht“, und fügte hinzu: „Das waren schon Wechsel, die brutal waren.“

Die Episode unterstreicht den Kontrast zwischen den finanziellen und personellen Ressourcen des Rekordmeisters und denen eines Bundesliga-Neulings wie Elversberg, das erstmals in seiner Vereinsgeschichte in der höchsten deutschen Spielklasse antritt. Für Wagner, der die bislang größte Partie seiner noch jungen Trainerkarriere leitete, blieb trotz der Niederlage die Anerkennung für den Auftritt seiner Mannschaft gegen einen der ressourcenstärksten Klubs Europas.

Wie es weitergeht

Für den FC Bayern München bedeutet der Erfolg in Elversberg den makellosen Fortsatz der Saison 2026/27 nach dem dritten Spieltag. Kompanys öffentliche Kritik an der ersten Halbzeit deutet darauf hin, dass der Trainer trotz der Tabellenführung intern weiter an der Konstanz seiner Mannschaft über 90 Minuten arbeiten will. Für Elversberg bleibt nach der ersten Bundesliga-Niederlage der Vereinsgeschichte die Aufgabe, den couragierten Auftritt gegen den Rekordmeister in Punkte gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf umzumünzen. Beide Trainer, Kompany und Wagner, werden in den kommenden Wochen daran gemessen, wie ihre Teams auf die jeweils unterschiedlichen Ausgangslagen reagieren – der eine an der Spitze, der andere im Kampf um den Klassenerhalt.

Sources

Photo: ManuluxWiki, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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Lukas Brandt, LifeBogger author

Lukas Brandt

Hallo! Ich bin Lukas Brandt und schreibe für die deutschsprachigen Leser von LifeBogger über die Kindheit und die Lebensgeschichten von Fußballern. Ich recherchiere Herkunft, Familie und die frühen Jahre der Spieler — jene Geschichten, die lange vor den großen Bühnen beginnen. Am meisten interessiert mich, was einen Jungen vom Bolzplatz bis ins Nationaltrikot trägt.

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