Nicolas Kühn fällt bei Borussia Mönchengladbach bis zu sechs Wochen aus: Muskelbündelriss nach Elversberg-Debakel

Geprüft von Paul Neumann
Zusammenfassung

Nicolas Kühn erleidet Muskelbündelriss bei Borussia Mönchengladbach — fällt 5 bis 6 Wochen aus nach 3:4 gegen Elversberg. Alle Infos zum September 2026.

9 Min. Lesezeit

Borussia Mönchengladbach muss in den kommenden Wochen auf seinen Sommer-Neuzugang Nicolas Kühn verzichten. Wie t-online, Bild und kicker am 7. September 2026 übereinstimmend berichteten, hat sich der 26-jährige Flügelspieler beim Auslauftraining nach dem 3:4 gegen die SV Elversberg einen Muskelbündelriss zugezogen. Die Ausfallzeit wird auf fünf bis sechs Wochen beziffert — ein weiterer schwerer Rückschlag für die Fohlen, die nach zwei Bundesliga-Spieltagen bereits tief in der Krise stecken.

Schwere Diagnose am Deadline Day: Kühn zieht sich Muskelbündelriss zu

Borussia Mönchengladbach hatte Nicolas Kühn erst am letzten Tag des Transferfensters, dem sogenannten Deadline Day, als Leihgabe von Como 1907 verpflichtet — der Klub aus der Serie A entlieh den deutschen Flügelspieler für die laufende Saison. Manager Rouven Schröder hatte sich von dem schnellen und torgefährlichen Angreifer frischen Schwung für eine Gladbacher Offensive versprochen, die beim 3:4 gegen Aufsteiger SV Elversberg am zweiten Bundesliga-Spieltag erschreckend anfällig wirkte.

Doch noch vor seinem ersten Einsatz im Trikot der Fohlen setzte ihn eine schwere Muskelverletzung außer Gefecht. Nach Informationen von Bild, die von Ligainsider bestätigt wurden, zog sich Kühn den Muskelbündelriss im Auslauftraining nach dem Elversberg-Spiel zu — also nicht etwa im Spiel selbst, sondern in der vermeintlich harmlosen Belastungsphase danach. Der Zeitpunkt ist besonders bitter: Eine erste genauere Untersuchung deutete laut den Berichten auf eine Verletzung hin, die den Spieler mindestens fünf, möglicherweise sogar sechs Wochen außer Gefecht setzt.

Laut RP Online hatte der Klub die Diagnose zum Zeitpunkt der ersten Berichte noch nicht offiziell bestätigt. Borussia Mönchengladbach schwieg zunächst zu den Details, was in der Öffentlichkeit für weitere Unruhe sorgte.

Wer ist Nicolas Kühn? Steckbrief und Karriere des Neuzugangs

Nicolas Kühn ist ein 26-jähriger Flügelspieler, der zuletzt für den italienischen Erstligisten Como 1907 aktiv war. Der Rechtsfuß gilt als schneller, dribblingstarker Außenstürmer, der sowohl auf der linken als auch auf der rechten Flanke eingesetzt werden kann. Er ist für seine Beschleunigung und seine Fähigkeit bekannt, Gegenspieler im Eins-gegen-Eins auszuspielen.

Kühn durchlief verschiedene Nachwuchsstationen, bevor er sich in der Serie A etablierte. Bei Como 1907, dem von den Spielern Dennis Zakaria und Raphaël Varane verstärkten Aufsteiger, hatte er sich zuletzt einen Namen gemacht und war in das Visier mehrerer Bundesliga-Klubs geraten. Manager Schröder sah in ihm offenbar genau die Art von Spieler, die Gladbach für seinen kampfbetonten, aber technisch ausbaufähigen Sturm benötigt.

Für die Gladbacher Planungen war die Verpflichtung von Kühn ein wichtiger Baustein: Der 26-Jährige sollte dafür sorgen, dass die Offensive der Fohlen im Laufe der Saison an Variabilität gewinnt. Nun aber verzögert sich sein Debüt im Borussia-Park mindestens bis in den Oktober — wenn nicht sogar bis in den November 2026.

Flügelspieler im Bundesliga-Spiel unter Flutlicht im vollen Stadion

Gladbachs katastrophaler Saisonstart: Das 3:4 gegen Elversberg

Die Verletzung von Kühn ist eng mit dem Bundesliga-Spiel verknüpft, das Gladbach am zweiten Spieltag die Nerven kostete: dem 3:4 gegen die SV Elversberg. Das Ergebnis schockte die Fans im Borussia-Park und ließ in weiten Teilen der Fußball-Öffentlichkeit die Frage laut werden, ob die Fohlen die notwendige Substanz besitzen, um in dieser Saison die gesetzten Ziele zu erreichen.

Elversberg, der Aufsteiger aus dem Saarland, war als klarer Außenseiter in die Partie gegangen. Dass die Mannschaft von Trainer Horst Steffen letztlich mit drei Punkten die Arena verließ, war eine der größten Überraschungen des bisherigen Saisonverlaufs in der Bundesliga 2026/27. Für Gladbach bedeutete das Ergebnis den zweiten enttäuschenden Auftritt in Folge — bereits am ersten Spieltag hatte es keine Punkte gegeben.

Dass Kühn sich ausgerechnet im Anschluss an diese Niederlage verletzte, fügt sich in ein Bild ein, das für die Verantwortlichen rund um Trainer Gerardo Seoane kaum schlimmer sein könnte. Zwei Spieltage, null Punkte, und nun der erste Langzeitausfall des Saisonneuzugangs — Gladbach befand sich nach nur zwei Bundesliga-Wochen in einer handfesten Krise.

Ausmaß des Schadens: Fünf bis sechs Wochen Pause

Ein Muskelbündelriss ist eine ernsthafte Muskelverletzung, bei der einzelne Muskelfaserbündel reißen. Sie ist schwerwiegender als ein einfacher Muskelfaserriss, erfordert in der Regel konservative Behandlung, also Ruhe, Physiotherapie und eine schrittweise Wiedereingliederung in den Trainingsbetrieb — und ist deutlich weniger schwer als ein vollständiger Muskelriss.

Die prognostizierte Ausfallzeit von fünf bis sechs Wochen bedeutet in der Praxis, dass Kühn voraussichtlich bis Mitte oder Ende Oktober 2026 pausieren muss. In dieser Zeit stehen für Borussia Mönchengladbach mehrere wichtige Bundesliga-Partien an. Die Fohlen müssen die fehlenden Punkte der ersten beiden Spieltage aufholen — ohne ihren auf Deadline Day geholten Neuzugang.

Für Kühn persönlich ist die Verletzung besonders frustrierend: Er wechselte zu Gladbach, um sich in der Bundesliga zu beweisen, und muss nun wochenlang zuschauen, bevor er überhaupt ein einziges Pflichtspiel für seinen neuen Leihklub absolvieren konnte. Einen ähnlichen unglücklichen Start erlebte auf der anderen Seite der Bundesliga auch Anton Kade beim FC Augsburg, der ebenfalls mit der Erwartungshaltung kämpft, sich in der höchsten deutschen Spielklasse durchzusetzen.

Personalnot bei Borussia: Gladbachs dünne Kaderdecke wird sichtbar

Der Ausfall von Kühn trifft Borussia Mönchengladbach zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Der Kader der Fohlen ist in einigen Positionen dünn besetzt, und Trainer Seoane hat wenig Spielraum, um den Ausfall des Flügelstürmers zu kompensieren. Laut Ligainsider gehört neben Kühn auch Enzo Leopold zu den verletzten Spielern, was die Personalprobleme auf der Offensivseite noch verschärft.

Die Personalnot auf der Außenbahn ist kein neues Thema bei Borussia Mönchengladbach. Bereits in der vergangenen Saison hatten die Fohlen mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, die ihre Leistungsfähigkeit über weite Strecken einschränkten. Der Klub hatte deshalb im Sommer 2026 versucht, gezielt nachzusteuern — doch die frühe Verletzung von Kühn droht diese Bemühungen zumindest temporär zu unterlaufen.

Manager Rouven Schröder steht nun vor der Herausforderung, die Mannschaft zu stabilisieren und gleichzeitig das Vertrauen in das Projekt zu wahren. In anderen Bundesliga-Städten kämpfen unterdessen ebenfalls Klubs mit frühen Rückschlägen: Wie in unserem Bericht über Bayerns 0:0 gegen Schalke deutlich wurde, ist auch der Rekordmeister nicht ohne Stolpern in die neue Saison gestartet.

Statistik: Gladbachs laufende Saison und Kührns Verletzungshistorie

Saison / EreignisDatumDetails
Gladbach vs. SV Elversberg (Spieltag 2)September 20263:4-Niederlage im Borussia-Park
Kühn-Verpflichtung (Deadline Day)Deadline Day, Sommer 2026Leihe von Como 1907
Muskelbündelriss7. September 2026Im Auslauftraining nach dem Elversberg-Spiel
Prognostizierte RückkehrOktober / November 2026Fünf bis sechs Wochen Ausfallzeit
Gladbach nach 2 SpieltagenSeptember 20260 Punkte, 2 Niederlagen

Reaktionen: Klub schweigt, Medien sprechen von „nächstem Rückschlag“

Borussia Mönchengladbach hielt sich mit einer offiziellen Stellungnahme zunächst zurück. Die Verletzungsnachricht verbreitete sich am 7. September 2026 über Bild und kicker, ohne dass der Verein offiziell Stellung bezogen hätte. Dieses Schweigen nährte Spekulationen über das tatsächliche Ausmaß der Verletzung.

Kicker titelte mit den Worten „Nächster Rückschlag für Gladbach“ und brachte damit auf den Punkt, was viele Beobachter empfanden: Die Verletzung von Kühn ist nicht das erste und womöglich nicht das letzte Problem, mit dem die Fohlen in dieser Saison kämpfen müssen. In der Bundesliga, wo Personaltiefe und Robustheit oft über Erfolg oder Misserfolg entscheiden, wirft die frühe Ausfallserie unangenehme Fragen auf.

Trainer Gerardo Seoane, der in dieser Saison den Anspruch hat, Gladbach zurück in die obere Tabellenhälfte zu führen, steht nun unter Druck. Die ersten zwei Spieltage ohne Punkte und die erste Langzeitverletzung eines Neuzugangs setzen die Mannschaft und den Staff unter erheblichen Zugzwang — die Fans und die Vereinsführung werden nun genau beobachten, wie die Mannschaft mit dieser Adversity umgeht.

Parallele Geschichte: Suleman Sani verlässt RB Leipzig ohne einen einzigen Einsatz

Am selben Tag, dem 7. September 2026, sorgte auch eine andere Bundesliga-Meldung für Aufsehen: Suleman Sani, ein 20-jähriger nigerianischer Flügelstürmer, verlässt RB Leipzig nach null absolvierten Pflichtspieleinsätzen — und das mit einem erheblichen Transfergewinn für die Roten Bullen. Wie Sky exklusiv berichtete, wechselt der Youngster zum saudi-arabischen Erstligisten Al-Qadsiah für ein Gesamtpaket von acht Millionen Euro inklusive realistischer Bonuszahlungen.

Leipzig hatte Sani erst im Januar 2026 für rund fünf Millionen Euro vom slowakischen Klub AS Trenčín verpflichtet. Der Transfer von Sani zu Al-Qadsiah beschert RB Leipzig nach Sky-Angaben einen Gewinn von rund drei Millionen Euro — ohne dass der Spieler auch nur eine Minute auf dem Platz stand. Laut dem Transferjournalisten Patrick Berger von Sky Germany umfasst das vereinbarte Paket „rund acht Millionen Euro inklusive realistischer Bonuszahlungen“. Die offizielle Bekanntmachung des Transfers sollte laut den Berichten vom 7. September 2026 in Kürze erfolgen.

Der Fall Sani illustriert eine wachsende Realität im europäischen Fußball: Junge Talente werden von ambitionierten Klubs zu Spekulationspreisen eingekauft, ohne je in der ersten Mannschaft eingesetzt zu werden — und landen am Ende des Transferfensters in finanzkräftigen Ligen wie der Saudi Pro League, die solche Wetten gerne abnehmen. Für Leipzig ist das Geschäft ein glücklicher Ausgang: Ohne einen einzigen Einsatz kassieren die Sachsen drei Millionen Euro Gewinn.

Ausblick: Was kommt auf Gladbach zu?

Für Borussia Mönchengladbach stellt sich nach den ersten zwei Bundesliga-Spieltagen die dringende Frage: Wie reagiert die Mannschaft auf den Doppelschock aus null Punkten und dem Verletzungsausfall von Kühn? Die kommenden Wochen werden entscheidend dafür sein, ob die Fohlen die Kurve kriegen oder ob sich die Negativspirale fortsetzt.

Auf der Haben-Seite steht, dass Kühn nach seiner Genesung noch genug Saisonspiele haben wird, um seinen Wert für Como und Gladbach unter Beweis zu stellen. Muskelbündelrisse heilen in der Regel vollständig aus, wenn die Rehabilitation konsequent und geduldig durchgeführt wird. Gladbach wird also auf seinen Neuzugang zählen können — nur eben erst ab Oktober oder November.

Manager Schröder und Trainer Seoane müssen in der Zwischenzeit Lösungen aus dem vorhandenen Kader finden. Der Druck, möglichst schnell Punkte zu sammeln und die Tabellenregionen zu verlassen, in denen sich die Fohlen nach zwei Spieltagen befinden, wird im nächsten Heimspiel gegen SC Freiburg spürbar sein — einer Partie, die laut Ligainsider ohne Kühn stattfinden wird.

Für den deutschen Fußball insgesamt ist der Saisonbeginn 2026/27 reich an Überraschungen und Kuriositäten: von Aufsteigern, die Traditionsklubs schlagen, über Rekordtransfers ohne einen einzigen Einsatz bis hin zu bitteren Verletzungen in der allerersten Trainingseinheit nach einer Niederlage. Die Bundesliga ist wieder einmal spannender und unberechenbarer denn je.

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Lukas Brandt, LifeBogger author

Lukas Brandt

Hallo! Ich bin Lukas Brandt und schreibe für die deutschsprachigen Leser von LifeBogger über die Kindheit und die Lebensgeschichten von Fußballern. Ich recherchiere Herkunft, Familie und die frühen Jahre der Spieler — jene Geschichten, die lange vor den großen Bühnen beginnen. Am meisten interessiert mich, was einen Jungen vom Bolzplatz bis ins Nationaltrikot trägt.

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